Die karolingischen Wurzeln
Das erste Mal an Bedeutung erlangte Magdeburg unter den Ottonen, aber
die Wurzeln der Stadt reichen tiefer hinab bis in die karolingische
Zeit. Kurz nach den Sachsenkriegen im Jahre 805 bestimmte Karl der
Große in einem Gesetz die Anlage von Handelsplätzen an der Ostgrenze
seines Reiches. Damit keine Waffen (z.B. fränkische Langschwerter) an
die nicht unterworfenen slawischen Stämme gelangen
konnten, sollten kaiserliche Beauftragte an Ort und Stelle das Gesetz
überwachen.
Ein weiteres Mal wurde Magdeburg erwähnt, als 806 Karl, der Sohn des
Kaisers, über die Elbe vorstieß und auf der Ostseite gegenüber
Magdeburg ein Kastell errichten ließ. Die archäologischen Funde aus
dieser
Zeit sind dünn. Die Historikerin Jutta Gladen
stellt sogar die ständige Besiedlung des Ortes im 9. Jahrhundert in
Frage.
Die königliche Stadt der Ottonen

Der Platz, auf dem Magdeburg steht, scheint zu
Theophanus Zeiten bereits einige Zeit im Besitz der ottonischen Familie
gewesen zu sein. Gesichert ist dies allerdings erst im Jahre 929, als
Otto I. diese Pfalz seiner angel-sächsischen Frau Edgith nach der
Hochzeit schenkte. Das Paar betrieb von 929 bis 936 einen planmäßigen
Ausbau des Handelsplatzes zu einem befestigten Ort mit kirchlicher
Infrastruktur.
Nach seiner Thronbesteigung residierte Otto I. zwar nicht mehr ständig
in Magdeburg wie zuvor, aber insgesamt weilte er an keinem Ort öfter
als hier. Den Ausbau der Stadt setzte
er 937 mit der Gründung des Mauritiusklosters, 965/75 mit der
Verleihung von Zoll-, Münz- und Marktrechten und 968 nach langen
Schwierigkeiten mit der Errichtung eines Erzbischofssitzes (inkl.
Domschule) fort. Viel ist aus dieser Zeit nicht auf uns gekommen: Die
Fundamente des ottonischen Domes unterhalb des jetzigen, die Fundamente
einer zweiten Kirche auf dem Domvorplatz (lange für die Pfalz Otto des
Großen gehalten), Hausgrundrisse und Abfallgruben.
Nach Otto dem Großen erlangte Magdeburg auch keine weitere königliche
Aufwertung mehr, Otto III. hatte sich in Rom verliebt, Heinrich II.,
der
letzte Ottone, liebte Bamberg und wenn er nach Sachsen kam, zog er
Merseburg vor. Doch mit der Einrichtung des Sitzes eines Erzbischofs
hatte Otto I. für seine Lieblingspfalz vorgesorgt: Zwar regierten
Könige und Kaiser jetzt woanders, aber der kirchliche Oberhirte sollte
noch bis
zur Reformation in Magdeburg regieren und der Stadt Glanz und Bedeutung
schenken.
Inhalt:
- Abenteuerteil: Teil 1 , Teil 2 , Teil 3 , Teil 4 , Teil
5
- Geschichtsteil: Byzanz 1 , Byzanz 2 , Bari , Italien , Ottonen
- Kulturteil: Hagia Sophia , Seefahrt , Rom , Magdeburg
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, Impressum , Links
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Textquellen:
Antz, Christian: Auf den Spuren Ottos des Großen / Sebastian Kreiker ;
Antz, Christian. - Halle an der Saale : Verlag Janos Stekovics, 2001.
Gladen, Jutta: uf den Spuren Ottos des Großen : Eine historische
Entdeckungsreise entlang der Straße der Romanik - 1. Aufl. -
Halle u. a. : Mitteldt. Verl., 2001
Otto der Grosse: Magdeburg und Europa I. : Essays, Ausstellungskatalog,
Mainz, 2001.
Bildquellen:
antikerSäulenschaft, auf Veranlassung von Otto I. nach Magdeburg
transportiert aus Otto der Grosse: Magdeburg und Europa I. : Essays,
Ausstellungskatalog,
Mainz, 2001.
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