(aus
Wikipedia)
Das römische Reich ging aber nicht in der Völkerwanderungszeit unter,
es bestand im
Osten bis zur Eroberung von Konstantinopel im Jahre 1453 durch die
Türken fort,
bestand also im Wesentlichen die ganze Zeit des Mittelalters. Das kam,
in Kürze
geschildert, so:
Bereits im 2. Jh. u. Z.
verlagerte sich der Schwerpunkt des
römischen Reiches in die östliche Reichshälfte. Dies war durch Kriege
an der
Donau und im Nahen Osten bedingt, aber auch durch die wirtschaftlich
stärkere
Entwicklung von Kleinasien und Ägypten im Vergleich zu anderen
Reichsteilen.
Konsequent verlegte Kaiser Konstantin 330 seine Residenz deshalb in die
strategisch günstig gelegene Stadt Byzantion (gr. Kolonie, um 700
v.u.Z.
gegründet) am Bosporus. Diese neue Hauptstadt wurde durch Förderung und
Aufwertung rasch Weltstadt, die Menschen nannten sie bald die Stadt
Konstantins,
Constantinopolis. Die eigentliche Stadt Rom verlor immer mehr an
Einfluß und
Gewicht.
Trotz Reichsteilungen und
Wirren der Germaneneinfälle blieb
Konstantinopel die Hauptstadt des Ostreiches, Kleinasien, zu dem der
Nahe
Osten, Ägypten und Libyen gehörten. Kaiser Justinian I. (regiert von
527 – 565)
konnte das römische Reich von Byzanz aus erneuern. Der Westen des
Reiches
konnte aber auf Dauer nicht mehr gehalten werden, dazu gingen im Süden
Nordafrika und
der Nahe Osten ab 634 an die arabischen Eroberer im Namen des Islam
verloren. Unter die Kontrolle der Araber gerieten auch die Heiligsten
Stätten des Christentums in
Palästina. Weitere Gebietsverluste brauchte im 7. Jh. der Einfall der
Bulgaren
auf dem Balkan und im 11. Jh. der Einfall der türkischen Seldschuken in
Kleinasien.
Den schwersten Schlag wurde aber Byzanz durch die Eroberung und
Plünderung
Konstantinopels im Jahre 1204 (4. Kreuzzug) versetzt. Eine Zeitlang
herrschte
in Byzanz ein lateinisches Kaisertum, bis die Byzantiner ihre Stadt und
ihre
Kerngebiete zurückgewinnen konnten. Ein Weltreich war Byzanz danach
nicht mehr,
aber immer noch eine blühende Kultur, bis die türkischen Osmanen
Konstantinopel
als Juwel ihrer Eroberungen angriffen und eroberten. Konstantinopel
oder
Istanbul war nun Hauptstadt eines neuen Weltreiches, das zu seinen
Glanzzeiten
über viele Gebiete des einstigen römischen Reiches herrschte und andere
zu
erobern trachtete.

weiterlesen in unserem Artikel
Byzanz zur
Zeiten Theophanus (mit Karte)
Inhalt:
- Abenteuerteil: Teil 1 , Teil 2 , Teil 3 , Teil 4 , Teil
5
- Geschichtsteil: Byzanz 1
, Byzanz 2 , Bari ,
Italien , Ottonen
- Kulturteil: Hagia Sophia , Seefahrt , Rom , Magdeburg
- Startseite , Gesamtinhaltsverzeichnis
, Impressum , Links
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Weblinks
Ausführliche
Seite über Byzanz
Seite über
das osmanische Reich
Quellen:
Geschichtslexikon : Kompaktwissen
für Schüler und junge Erwachsene / Hrsg. H. Pleticha. - 3., aktual.
Aufl. - Frankfurt/M. : Scriptor, 1992. - 448 S., Ill.
Lilie, Ralph-Johannes: Byzanz : Geschichte des oströmischen Reiches 326
- 1453 / Ralph-Johannes Lilie. - München : Beck, 1999. - 127 S.: Ill.
Bildquelle:
Archäologie in
Deuschland 4, 2004, S. 31, bearb. von der Bibinautika.
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